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Therapiehunde


Tiergestützte Therapie (AAT = Animal Assisted Therapy)

Es ist schon lange bekannt, dass Tiere auf Menschen gesundheitsfördernd wirken können. In Deutschland wurden schon im 19. Jahrhundert Tiere gezielt zur Beruhigung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen eingesetzt (v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel). In den USA gehören Tiere seit langem in vielen Krankenhäusern zum Alltag. Auch in Deutschland begegnen uns immer häufiger Tiere in Seniorenwohnheimen, Pflegeheimen, Krankenhäusern, psychiatrischen Kliniken und in anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Wissenschaftlich erforscht wird die tiergestützte Therapie erst seit ca. den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. In vielen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass z.B. die Anwesenheit eines Tieres sich besonders auf das Herz-Kreislauf-System des Menschen positiv auswirkt.

Tiere sind kein Allheilmittel, aber durch den gezielten Einsatz z.B. eines Therapiehundes, kann auch bei schwerstkranken oder -behinderten Menschen manchmal ein erstaunlicher Fortschritt erzielt werden. In manchen Fällen mag es „nur“ ein entspanntes Lächeln sein, aber genau dieses Lächeln kann schon ein kleines Wunder sein.

Im Gegensatz zu den tiergestützten Besuchsdiensten (AAA = Animal Assisted Activities) handelt es sich bei der tiergestützten Therapie um ein professionelles Therapiekonzept. Dabei werden gezielt Tiere als Co-Therapeuten eingesetzt. Sie unterstützen die Therapeuten, können diese jedoch keinesfalls ersetzen. Die Therapieziele werden in der tiergestützten Therapie gemeinsam mit z.B. Psychologen, Ergo- und Physiotherapeuten etc. erarbeitet. Die Therapiestunden werden dann dementsprechend vorbereitet und vom Therapiehundeteam durchgeführt und dokumentiert.

 

 

Was kann mit dem Einsatz eines Therapiehundes erreicht werden?

  • Förderung des allgemeinen Wohlbefindens, Stressabbau
  • Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Förderung der Körper- und Sinneswahrnehmung
  • Entspannung und Senkung des Muskeltonus
  • Förderung der Reaktionsfähigkeit und Koordination
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik
  • Motivation beim Geh- und Lauftraining
  • Emotionale Stabilisierung und Abbau von Ängsten
  • Anregung kognitiver Fähigkeiten
  • Steigerung der Aufmerksamkeit
  • Förderung der Lernmotivation
  • Sprachanregung
  • Aggressionsminderung
  • Förderung sozialer Kontakte
  • Förderung der Interaktion / Kommunikation
  • Steigerung des Verantwortungsbewusstseins

 

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